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Bewusstseinswissenschaft: Eine kurze Einführung

Bewusstseinswissenschaft ist die Wissenschaft, die das Bewusstsein (auch intelligentes Prinzip, Seele, Geist, Ego usw. genannt) erforscht, wobei sie alle Attribute, Phänomene, aufeinanderfolgende Leben, und Manifestationen innerhalb und ausserhalb des physischen Körpers umfasst.

Bewusstseinswissenschaft unterscheidet sich von der konventionellen Wissenschaft insofern, als sich ihre wissenschaftliche Grundlage auf einem neuen, fortschrittlicheren philosophischen Paradigma beruht. Während sich die konventionellen Wissenschaften auf das Kartesianisch-Newtonsche Modell stützen, welches die Realität unidimensional (nur physisch) betrachtet, stützt sich die Bewusstseinswissenschaft auf das bewusstheitliche Paradigma, welches die Realität multidimensional betrachtet.

Konventionelle Wissenschaften behandeln das Bewusstsein als Nebenprodukt des physischen Gehirns und beschränken sich auf materialistische Methodiken bei ihrer Forschung. Vom multidimensionalen Standpunkt aus, ist diese materialistische Einstellung, die von der Hauptrichtung der Wissenschaft eingenommen wird, für das Studium des Bewusstseins inadäquat, da sie ein grundlegendes Prinzip nicht anspricht: Die wahre Natur des Bewusstseins ragt weit über die Grenzen des physischen Reiches hinaus.

Die moderne Technologie ist noch nicht fähig, die subtileren Dimensionen, in denen sich das Bewusstsein manifestiert, zu entdecken und zu analysieren. Deshalb ist eine der Prämissen der Bewusstseinswissenschaft die teilnehmende Forschung. Mit andern Worten: Der Forscher ist sowohl der Wissenschaftler, als auch das Forschungsobjekt und benützt seine täglichen Erfahrungen – sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Körpers – als Laborexperimente.

Um wissenschaftliche Forschung in nicht-physischen Dimensionen zu betreiben, greift die Bewusstseinswissenschaft auf die Kapazität jedes menschlichen Wesens zurück, den physischen Körper mit Luzidität zu verlassen. Die ausserkörperliche Erfahrung ist deswegen das Hauptforschungswerkzeug des Bewusstseinsforschers, das ihm den Zugang zu extraphysischen Dimensionen ermöglicht und ihm erlaubt, Schlussfolgerungen über seine multidimensionale Natur zu ziehen.

Mit Hilfe der Forschungen vieler bewusster Projektoren weltweit, war es möglich zu einigen fundamentalen Prinzipien der Bewusstseinswissenschaft zu gelangen, die zum besseren Verständnis des Bewusstseins, sowie dessen Manifestationen, beitragen. Das erste Prinzip: Das Bewusstsein ist multidimensional, was bedeutet, dass es sich in verschiedenen Dimensionen manifestieren kann. Um dies zu tun, benützt das Bewusstsein unterschiedliche Körper bzw. Vehikel (das Multivehikuläre Prinzip). Jeder dieser Körper eignet sich zur Manifestation in einer spezifischen Dimension, was bedeutet, dass das Bewusstsein den physischen Körper benützt, um sich in der physischen Dimension zu manifestieren, das Psychosoma, um sich in den extraphysischen Dimensionen zu manifestieren, und das Mentalsoma, um sich in der mentalen Dimension zu manifestieren.

Ein weiteres Prinzip der Bewusstseinswissenschaft: Das Bewusstsein ist multi-existentiell. Da das Bewusstsein nicht sein physischer Körper ist, existierte es vor der physischen Geburt und existiert nach dem physischen Tod. Es wechselt zwischen Zeiträumen in physischen und extraphysischen Dimensionen ab, und sammelt so Erfahrungen, die es ihm ermöglichen, sich als Bewusstsein weiterzuentwickeln.

Die Bewusstseinswissenschaft beschäftigt sich auch mit dem Prozess der Bewusstseinsevolution, da dies die meistverbreitete Eigenschaft aller Lebewesen ist. Alle Bewusstseine neigen dazu, komplexer und anspruchsvoller zu werden – mit anderen Worten: sich weiterzuentwickeln. Deswegen schlägt die Bewusstseinswissenschaft eine fundamentale Evolutionsskala vor, welche die elementären Äusserungen des bewussten Lebens bis hin zu höher entwickelten Arten von Bewusstseinen umfasst – Bewusstseine, die immer noch die fortlaufenden Existenzen erleben – Serenissimus genannt. Die Bewusstseinswissenschaft identifiziert und studiert nicht nur die verschiedenen Etappen dieser Skala, sondern liefert dem motivierten Bewusstsein auch Strategien und Techniken an, um auf wirksamere Weise das nächste Evolutionsplateau zu erreichen.

Die Bewusstseinswissenschaft hat als weiteren Brennpunkt die kosmische Ehtik, genauer gesagt, eine Sammlung universaler Gesetze, die die Manifestationen des Bewusstseins in allen Dimensionen leiten. Die kosmische Ethik basiert nicht auf Prinzipien der sozialen Moral, Sitten, Gesetzen oder Bräuchen. Sie ist wichtig, um dem Bewusstseinsforscher Richtlinien in seinen Manifestationen zu geben.

Ein weiteres Ziel der Bewusstseinswissenschaft ist es, logische und praktische Antworten auf grundlegende Lebensfragen anzubieten: Wer sind wir? Woher kommen wir ? Was machen wir hier? Wohin gehen wir? Diese Antworten klären uns über unsere Realität als Bewusstsein - in Evolution - auf und gestatten uns, unseren evolutionären Prozess mit mehr Luzidität wirksamer fortzusetzen.

Die Bewusstseinswissenschaft wurde 1986 von Dr. Waldo Vieira – einem bekannten brasilianischen Bewusstseinsforscher – vorgestellt. Vieira stellte die Bewusstseinswissenschaft der Öffentlichkeit und der wissenschaftlichen Gemeinschaft als neue Wissenschaft in seinem Werk Projektiologie: Ein Panorama Ausserkörperlicher Erfahrungen des Bewusstseins vor. Später veröffentlichte Vieira die Grundlagen der Bewusstseinswissenschaft in seinem zweiten Werk: 700 Experimente der Bewusstseinswissenschaft (1994).